Essenzielle Omega-Fettsäuren –

Warum sie für unseren Körper unverzichtbar sind

Fette haben in der Ernährung oft einen schlechten Ruf. Dabei gibt es bestimmte Fettsäuren, die für unseren Körper lebensnotwendig sind. Dazu gehören die sogenannten essenziellen Omega-Fettsäuren. Der Begriff „essenziell“ bedeutet, dass unser Körper diese Stoffe nicht selbst herstellen kann. Deshalb müssen sie regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden.

Welche Omega-Fettsäuren gibt es?

Für die menschliche Ernährung sind vor allem zwei Gruppen von Bedeutung:

  • Omega-3-Fettsäuren
  • Omega-6-Fettsäuren

Beide werden für zahlreiche Körperfunktionen benötigt und erfüllen wichtige Aufgaben im Organismus. Entscheidend ist dabei nicht nur die Aufnahme, sondern auch das Verhältnis der beiden Fettsäuregruppen zueinander.

Aufgaben im Körper

Omega-Fettsäuren sind Bestandteile jeder Zellmembran und damit an nahezu allen Vorgängen im Körper beteiligt. Sie spielen unter anderem eine Rolle für:

  • die normale Funktion von Herz und Kreislauf
  • die normale Gehirnfunktion
  • die Sehkraft
  • das Immunsystem
  • die Kommunikation zwischen den Körperzellen

Besonders die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA gelten als wichtige Bausteine für zahlreiche Stoffwechselprozesse.

Was passiert bei einer unzureichenden Versorgung?

Ein ausgeprägter Mangel an essenziellen Fettsäuren ist in Industrieländern selten. Dennoch zeigen Untersuchungen, dass viele Menschen deutlich weniger Omega-3-Fettsäuren aufnehmen als von Ernährungsexperten empfohlen.

Eine dauerhaft geringe Aufnahme kann dazu führen, dass das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 aus dem Gleichgewicht gerät. Wissenschaftler diskutieren seit Jahren die Bedeutung dieses Verhältnisses für verschiedene körperliche Prozesse.

Da Omega-Fettsäuren an vielen Funktionen beteiligt sind, kann eine unzureichende Versorgung langfristig Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden und die normale Körperfunktion haben.

Warum müssen Omega-3-Fettsäuren über die Nahrung aufgenommen werden?

Der menschliche Körper kann Omega-3-Fettsäuren nicht selbst herstellen. Deshalb sind wir auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen.

Gute natürliche Quellen sind:

  • fettreiche Kaltwasserfische wie Lachs, Hering, Makrele oder Sardinen
  • Algen und Algenöle
  • Leinöl
  • Chiasamen
  • Walnüsse
  • Hanfsamen

Allerdings haben sich die Ernährungsgewohnheiten vieler Menschen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Fisch steht oft nur selten auf dem Speiseplan, während verarbeitete Lebensmittel und pflanzliche Öle mit hohem Omega-6-Anteil einen immer größeren Anteil der Ernährung ausmachen.

Dadurch fällt es vielen Menschen schwer, die empfohlenen Mengen an Omega-3-Fettsäuren allein über die tägliche Ernährung aufzunehmen.

Nahrungsergänzung – sinnvoll oder nicht?

Ob eine Nahrungsergänzung sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Sie kann insbesondere dann interessant sein, wenn regelmäßig wenig Omega-3-reiche Lebensmittel verzehrt werden oder individuelle Ernährungsgewohnheiten eine ausreichende Versorgung erschweren.

Grundsätzlich gilt jedoch: Nahrungsergänzungsmittel sollten eine ausgewogene Ernährung ergänzen und nicht ersetzen.

Fazit

Essenzielle Omega-Fettsäuren gehören zu den lebenswichtigen Nährstoffen, die unser Körper täglich benötigt. Da sie nicht selbst hergestellt werden können, müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden. Eine ausgewogene Ernährung mit omega-3-reichen Lebensmitteln bildet dabei die Grundlage. Wer wissen möchte, wie es um die eigene Versorgung steht, kann sich über geeignete Mess- und Analyseverfahren informieren und seine Ernährungsgewohnheiten entsprechend anpassen.

Denn Gesundheit beginnt oft mit den kleinen Dingen, die wir unserem Körper jeden Tag zuführen.